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                           Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz WBS

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Um wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt zu bewahren, hat die Schweiz seit Beginn der 1990er-Jahre rund 7000 Biotope von nationaler Bedeutung ausgewiesen. Dazu zählen Moore (Hoch- und Flachmoore), Trockenwiesen und -weiden, Auen und Amphibienlaichgebiete. Die Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS) wurde 2011 vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL gestartet, um Veränderungen in den Biotopen von nationaler Bedeutung zu untersuchen.

 

 

Aktuell

 

Die Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS) ist ein seit 2011 laufendes Programm des BAFU und der WSL. Sie untersucht mittels Luftbildinterpretation sowie floristischen und faunistischen Felderhebungen Veränderungen in den Biotopen von nationaler Bedeutung, den wichtigsten Knoten der Ökologischen Infrastruktur: Trockenwiesen und -weiden, Hoch- und Flachmoore, Auen (inklusive alpine Schwemmebenen und Gletschervorfelder) und Amphibienlaichgebiete.

WSL Berichte 85
2019
 

Die Biotope von nationaler Bedeutung sind ein zentraler Pfeiler des Schweizerischen Schutzgebietssystems und der ökologischen Infrastruktur. Die WBS untersucht mittels Luftbildinterpretation, sowie floristischen und faunistischen Felderhebungen, ob sich die Biotope von nationaler Bedeutung gemäss ihren Schutzzielen entwickeln und in ihrer Qualität erhalten bleiben. Negative Entwicklungen auf nationaler und regionaler Ebene können erkannt und Gegenmassnahmen eingeleitet werden. Die WBS ist als Langzeitüberwachung aufgebaut. Die Ersterhebung wurde 2017 abgeschlossen, seit 2018 läuft die Zweiterhebung, die 2023 abgeschlossen sein wird.   

Erste Analysen zeigen, dass Moore weiterhin austrocknen. Auch die Verbuschung sowie die Einwanderung von nährstoffliebenden Arten schritt in Mooren und Trockenwiesen und -weiden voran. Die Amphibienlaichgebiete haben im Durchschnitt mindestens eine Amphibienart pro Biotop verloren. Es zeigten sich jedoch auch positive Entwicklungen: beispielweise nahm in den Hochmooren des Mittellandes die Gehölzdeckung ab und die Verluste der häufigen Amphibienarten wurde durch Neuentdeckungen in Amphibienlaichgebieten kompensiert. Zudem stabilisierten sich teilweise auch Bestände seltener Amphibienarten.

Diese positiven Befunde zeigen, dass Massnahmen wirksam sind und diese fortgesetzt und mitunter verstärkt werden sollten.

 

Modul Amphibienlaichgebiete

Die Amphibien sind eine der am stärksten bedrohten Tiergruppen der Schweiz, deshalb ist die Erhaltung der Laichgebiete zentral.

Modul Vegetation

Die Vegetation ist ein guter Indikator für Standortsbedingungen, da die Objekte der Inventare aufgrund ihrer typischen Vegetation abgegrenzt wurden.

Modul Fernerkundung

Luftbilder verschiedener Zeitabschnitte eignen sich gut dazu, Veränderungen in der Landschaft kostengünstig und schnell nachzuweisen.

 

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