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Modul Vegetation

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Die in den Inventaren der Trockenwiesen und –weiden, der Auen und der Moore von nationaler Bedeutung enthaltenen Objekte, wurden vor allem aufgrund ihrer typischen Vegetation abgegrenzt, da diese die Lebensräume prägt und bestimmt.

 

Stichprobe

Aus jedem Inventar wurde eine gewichtete Zufallsstichprobe gezogen, so dass die biogeographischen Regionen, die Höhenstufen und die verschiedenen Vegetationstypen gut vertreten sind. Seltene Vegetationstypen erhielten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, in die Stichprobe aufgenommen zu werden. Die Stichprobe der Wirkungskontrolle für die Vegetationserhebungen enthält rund 400 Trockenwiesen- und weiden, 260 Moore und 125 Auen von nationaler Bedeutung.

Pro Objekt werden, entsprechend seiner Grösse und Vielfalt an verschiedenen Vegetationstypen, 5 bis 40 Vegetationsaufnahmen erstellt. Während der ersten Erhebungsperiode (2001-2017) wurden zusätzlich in den Trockenwiesen und -weiden ein Teil jener Aufnahmen wiederholt, welche anlässlich ihrer Inventarisierung erhoben wurden (Eggenberg et al. 2001) und in den Mooren wurde ein Teil der Flächen aus dem Projekt „Wirkungskontrolle Moorbiotopschutz“ wieder aufgenommen (Klaus et al. 2007, Küchler et al. 2018). Die zweite Erhebungsperiode (2018-2023) konzentriert sich auf die Wiederholung der WBS-Dauerflächen. In allen drei Inventaren werden innert 6 Jahren insgesamt 7‘140 Vegetationsaufnahmen gemacht.

Vegetationsaufnahmen

Die Vegetation wird auf 10 m2 grossen, kreisförmigen Dauerflächen erhoben. Das Flächenzentrum wurde bei der Ersterhebung mit einer Magnetsonde versichert und deren Lage mit einem präzisen GPS eingemessen. In den Auen werden zusätzlich die Sträucher und Bäume in einem 200 m2 grossen Kreis erhoben. In den Mooren werden die Moose zusätzlich zu den Gefässpflanzen erfasst.

Die floristischen Daten werden dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (info flora) und dem Datenzentrum Moose Schweiz (Swissbryophytes) übergeben. Auf Anfrage werden sie auch für konkrete Projekte von der WSL zur Verfügung gestellt.

Die Daten aus den Vegetationsaufnahmen erlauben es, für jedes Biotop Rückschlüsse auf ökologische Veränderungen und deren Ursachen zu machen (z.B. Eutrophierung, Intensivierung/Extensivierung, Sukzession) und zwar für die ganze Schweiz und die biogeographischen Regionen. Analysen von Zeigerwerten und der Vielfalt verschiedener Artengruppen (z.B. Anzahl Arten der Roten Listen oder Anzahl Habitatsspezialisten) spielen hier eine zentrale Rolle.